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Wie kann man künstliche Intelligenz einsetzen, um Pluralismus zu stärken und somit die Demokratie in Deutschland?

Unsere moderne Welt und unsere Demokratie leben davon, dass es viele unterschiedliche Meinungen und Interessen gibt. Das nennt man Pluralismus. In einer pluralistischen Gesellschaft ist es normal, dass Menschen verschieden denken. Wichtig ist, dass man respektvoll miteinander diskutiert, um gemeinsam die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen.

In den letzten Jahrzehnten kann man aber beobachten, dass unsere Gesellschaft immer stärker gespalten wird. Man spricht von Polarisierung. Das bedeutet: Gruppen ziehen sich zurück, hören einander weniger zu und denken vor allem an ihre eigenen Interessen – wie Inseln, die nichts mehr miteinander zu tun haben. Dadurch wird der Pluralismus schwächer.

Gleichzeitig entwickeln sich neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) sehr schnell weiter. KI kann unsere ohnehin empfindliche demokratische und gesellschaftliche Ordnung zusätzlich unter Druck setzen, sie kann sie aber auch stärken, wenn wir gut mit ihr umgehen. Vor allem seit der Veröffentlichung des Sprachmodells von OpenAI hat sich viel verändert: KI ist nicht mehr nur ein Forschungsgegenstand, sondern ist heute Teil vieler Alltags-Anwendungen – zum Beispiel in Apps, Suchmaschinen, Übersetzungsprogrammen oder bei Text- und Bildgeneratoren. KI kann fast in allen Bereichen eingesetzt werden: in den Naturwissenschaften, in der Medizin, in der Wirtschaft, in der Bildung und vielen anderen Feldern. Man spricht von einer „General Purpose Technology“, also einer Technologie, die in sehr vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle spielt. KI kann nicht nur Abläufe schneller und besser machen, sondern auch große Veränderungen in Unternehmen und in der Gesellschaft auslösen. Die Bedeutung von KI liegt also nicht nur darin, dass sie viel kann, sondern vor allem in ihrer starken Wirkung: Sie verändert Denkweisen, beschleunigt Erfindungen und macht Dinge möglich, die früher unmöglich schienen.

Im Rahmen dieses  Projekts beschäftigen Sie sich mit folgender Fragestellung: Wie kann man künstliche Intelligenz einsetzen, um Pluralismus zu stärken und somit die Demokratie in Deutschland?

zur Anmeldung

Must-Read-Literatur

Sensemaking – Deborah Ancona (Link)

Pluralismus – Wichard Woyke (Link)

R+V Studie: Die Ängste der Deutschen (Link)

Partnerinstitut

Institut für Entrepreneurship und Business Development – Universität zu Lübeck

Das Thema wird betreut von

Prof. Dr. Christian Scheiner

An der Universität zu Lübeck bin ich Inhaber der Professur für Entrepreneurship und Direktor des Instituts für Entrepreneurship und Business Development. Seit 2020 bin ich zudem ordentliches Zweitmitglied an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 

In unserer Forschung stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt unserer Analyse und versuchen zu verstehen, welche Elemente und Einflussgrößen die Leistungsfähigkeit und das tatsächliche Verhalten von Personen in gründungsbezogenen, innovativen und technologie-orientierten Zusammenhängen bestimmen. Bei allen Aktivitäten ist der Wissenstransfer in die Gesellschaft ein wichtiges Ziel unserer Tätigkeit und unseres Gestaltungsraums. So entstanden nicht nur der Verhandlungssalon, sondern viele weitere Formate, die soziales (unternehmerisches) Engagement oder Demokratie- bzw. Pluralismusförderung unterstützen. Preise wie die nationale Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Deutschen UNESCO-Kommission unterstreichen diese Ambition.

Lust mitzumachen? Dann meldet euch hier an:

Die Anmeldung für das YES! 2026 ist für Schülerteams ab dem 24. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

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