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Weniger Scrollen, mehr Leben – Wie bekommen wir unsere Bildschirmzeit in den Griff?

Dass soziale Medien längst zum Alltag gehören, ist keine Neuigkeit. Für Jugendliche sind Instagram, TikTok oder Snapchat feste Bestandteile des täglichen Lebens. Es sind Orte, an denen Freundschaften gepflegt, Trends entdeckt und Identität erprobt werden. Doch was zunächst harmlos klingt, kann schnell zur Belastung werden: Die durchschnittliche Bildschirmzeit Jugendlicher liegt heute bei mehreren Stunden täglich – Tendenz steigend. Der ständige Drang, erreichbar zu sein, nichts zu verpassen und Likes zu sammeln, führt bei vielen Jugendlichen zu Stress, Schlafmangel und Konzentrationsproblemen. Hinzu kommen Phänomene wie Cyber-Bullying, die sich negativ auf die mentale Gesundheit von Jugendlichen auswirken können. Mittlerweile nutzt rund ¼ der deutschen Jugendlichen Social Media auf ungesunde Art und Weise (DAK).

Besorgniserregend ist, dass Social-Media-Plattformen gezielt darauf ausgelegt sind, ihre Nutzer möglichst lange online zu halten. Endloses Scrollen, personalisierte Inhalte und Belohnungssysteme durch Likes oder Benachrichtigungen aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn – ähnlich wie bei Glücksspiel. Die Nutzung von Social Media so leicht außer Kontrolle. Was als harmlose Ablenkung begann, kann zu einem unbewussten Zwang werden, der den Alltag bestimmt. Beispielsweise kann man sich nur noch schwer auf die Schule konzentrieren oder verliert das Interesse an anderen Hobbys.

Doch wie lässt sich die Social-Media-Nutzung wieder in den Griff bekommen? Sollten Plattformen stärker reguliert werden – etwa durch Beschränkungen der Nutzungszeit, Alterskontrollen, Warnhinweise oder Vorgaben für das Design von Apps? Oder brauchen Jugendliche mehr Aufklärung und Medienkompetenz, damit sie selbstbestimmt und kritisch mit digitalen Medien umgehen können?

Ihr als Schülerinnen und Schüler wisst am besten, wie stark Social Media euer Leben prägt. Wann fühlt ihr euch vom Handy gestresst? Wann lenkt es euch am meisten ab? Welche Strategien helfen euch abzuschalten? Und was müsste sich ändern, damit weniger Bildschirmzeit auch wirklich machbar ist? Bei YES! könnt ihr genau das erforschen. Entwickelt kreative Ideen, wie Jugendliche den Schritt zu einem bewussteren Umgang mit Social Media schaffen können. Denn weniger Scrollen bedeutet oft: mehr Zeit und mehr echtes Leben.

zur Anmeldung

Must-Read-Literatur

Ein Viertel der Kinder und Jugendlichen hat ein Medienproblem | tagesschau.de (Link)

DAK-Suchtstudie: Millionen Kinder haben Probleme durch Medienkonsum (Link)

Jugendstudie zur Nutzung und Selbstregulation von sozialen Medien – Vodafone Stiftung (Link)

Jugendliche, Bildschirme und psychische Gesundheit (Link)

Medienumgang 12- bis 19-Jähriger (Link)

Weiterführende Literatur

Videos:

Can we really blame social media? A research showdown. (Link)

Social-Media-Verbot für Teenager? | ARTE Europa – Die Woche (Link)

Ist Social Media Detox gut für Dich? (Link)

Eine Woche offline und zurück | ARTE Re: (Link)

 

Fachliteratur:

OECD – Zu jung zum Scrollen? Warum Regierungen bei Altersbeschränkungen für soziale Medien durchgreifen (Link)

OECD – Besser leben – Kindliches Wohlergehen in einer digitalen Welt (Link)

The Atlantic – End the Phone-Based Childhood Now (Link)

Problematic Social Media Use and Its Relationship with Depression or Anxiety: A Systematic Review |… (Link)

The Impact of Social Media on the Mental Health of Adolescents and Young Adults: A Systematic Revie… (Link)

Partnerinstitut

RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Das Thema wird betreut von

Daniel Monsees

Daniel Monsees ist seit August 2021 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung im Kompetenzbereich „Gesundheit“ tätig. In seiner Forschung nutzt er angewandte Mikroökonometrie, um Fragestellungen in diversen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens zu beantworten.

Lea Bergmann

Lea Bergmann arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenzbereich „Gesundheit“ des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gesundheits- und Arbeitsmarktökonomie.

Lust mitzumachen? Dann meldet euch hier an:

Die Anmeldung für das YES! 2026 ist für Schülerteams ab dem 24. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

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