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Das Wohnen der Zukunft – Wie gestalten wir den Wohnungsbau nachhaltig und gerecht?

Der Bausektor spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung globaler Umweltprobleme. Beim Bau, der Nutzung und dem Rückbau von Gebäuden werden besonders viele Rohstoffe und große Mengen Energie benötigt, und zahlreiche Emissionen, die Umwelt und Klima belasten, ausgestoßen. Schon bei der Herstellung von Baumaterialien wird ein großer Teil der Energie verbraucht, die ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus benötigt. Daher erfordert eine nachhaltige Zukunft des Bauens sparsame Ressourcennutzung, den Einsatz umweltfreundlicher Materialien sowie Konzepte für Wiederverwendung und Recycling. Wir müssen also neu darüber nachdenken, wie wir Gebäude planen, bauen und nutzen.

Gebäude beeinflussen aber nicht nur unsere Umwelt, sondern auch direkt unser Leben. Wir wohnen, arbeiten und verbringen unsere Freizeit in ihnen. Gleichzeitig ist der Bausektor ein wichtiger Arbeitgeber, der viele Menschen in Planung, Bau, Wartung und Rückbau beschäftigt. Daher stellt sich die Frage, wie wir den Wohnungsbau der Zukunft gestalten können, damit er sowohl umweltfreundlich als auch sozial gerecht ist. Nachhaltigkeit im Bauwesen bedeutet nicht nur, die Umwelt zu schützen, sondern auch die Lebensqualität der Menschen zu verbessern – sowohl für die, die in Gebäuden leben, als auch für diejenigen, die sie bauen. Dabei spielen Themen wie Bezahlbarkeit, Sicherheit, Gesundheit und faire Arbeitsbedingungen eine große Rolle.

Mögliche Fragestellungen:

  • Welche Aspekte im Lebenszyklus von Gebäuden beeinflussen unsere Umwelt besonders stark?

  • An welcher Stelle und für wen bestehen besonders hohe soziale Risiken im Wohnbausektor?

  • Was könnten Ansätze und Lösungen sein, um den Wohnungsbau künftig nachhaltig und gerechter zu gestalten?

zur Anmeldung

Must-Read-Literatur

Bauen für eine bessere Welt: Wie Gebäude einen Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen leisten. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) (2020) (Link)

Weiterführende Literatur

Qualitätssiegel Nachhaltiges Bauen (QNG): Neubau und Modernisierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (2023)  (Link)

Bauprodukte im Blick der Nachhaltigkeit: worauf es bei der Materialwahl wirklich ankommt. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) (2020) (Link) 

Partnerinstitut

RWTH Aachen University

Das Thema wird betreut von

Alexandra Weniger

Alexandra arbeitet seit 2022 am Institut für Nachhaltigkeit im Bauwesen und ist dort seit 2024 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen ihrer Promotion tätig. In ihrer Forschung setzt sie sich mit der Integration ökologischer und sozialer Nachhaltigkeitskriterien im Gebäudesektor auseinander. Ein zentraler Fokus ihrer Arbeit sind Methoden, die eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ermöglichen. Dabei richtet sie besonderes Augenmerk auf die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Bauprojekten, von der Planung über die Nutzung bis hin zum Rückbau.

Zuvor studierte Alexandra Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Bauingenieurwesen sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium an der RWTH Aachen. Bereits im Studium legte sie den thematischen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit im Bauwesen. In ihrer Bachelorarbeit hat sie die Relevanz von Nachhaltigkeitskriterien bei Kaufentscheidungen im Bauwesen betrachtet. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie die sozialen Auswirkungen des Gebäudesektors in einem länderspezifischen Vergleich zwischen Deutschland und Indonesien.

Prof. Dr. Marzia Traverso

Prof. Dr. Marzia Traverso ist Professorin und Leiterin des Instituts für Nachhaltigkeit im Bauwesen der RWTH Aachen. Sie promovierte in umwelttechnischer Physik an der Universität von Palermo und ist Umweltingenieurin im Bereich der Ökobilanz und Nachhaltigkeitsleistung des Bau- und Verkehrssektors sowie der strategischen Umweltbewertung von städtischen Verkehrssystemen. Im Jahr 2020 wurde sie zur Expertin und Mitglied von folgenden Gremien ernannt:

  • Technischer Beirat für den ökologischen Fußabdruck (Fachgruppe E03710), PEF EU.

  • Berichterstatterin der technischen Arbeitsgruppe der Plattform der Europäischen Kommission für nachhaltige Finanzen.

  • Einberuferin und Projektleiterin der ISO 14075 für Social Life Cycle Assessment

Ihr Wissen über lebenszyklusbasierte Nachhaltigkeitsbewertungen basiert auf 20 Jahren Erfahrung, beginnend mit ihrer Masterarbeit über die Ökobilanz von Aluminiumprofilen. Nach ihrer Promotion war sie von August 2008 bis Oktober 2011 Post-Doc, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Nachhaltigkeitstechnik der Technischen Universität Berlin beschäftigt. Forschungsschwerpunkte waren Life Cycle Sustainability Assessment und Social Life Cycle Assessment. Von November 2011 bis März 2016 war sie Projektleiterin im Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Gruppe. Sie war für die Ökobilanz mehrerer Fahrzeuge verantwortlich, darunter der BMW i3, i8, und 7er. Von Mai 2016 bis April 2017 war sie als Scientific Officer bei der Europäischen Kommission und im Product Bureau des JRC Sevilla für die Entwicklung von Kriterien für die GPP für Straßenbeleuchtung und Verkehrssignale sowie für die GPP für Verkehr und die Rahmenbedingungen für den Bausektor (Level(s)) zuständig.

Sie ist Autorin und Rezensentin mehrerer wissenschaftlicher Artikel in Fachzeitschriften wie Sustainability, International Journal of Life Cycle Assessment und Industrial Ecology. Zudem ist sie Fachredakteurin für Social Life Cycle Assessment im International Journal of Life Cycle Assessment. Sie ist Mitglied mehrerer Redaktionen, z. B. des International Journal of LCA, nachhaltige Entwicklung und Ressourcen. Sie ist Gründerin der gemeinnützigen Organisation „iSuD – Information für nachhaltige Entwicklung“, die sich der Verbreitung von Nachhaltigkeitskonzepten unter italienischen Verbrauchern widmet sowie Gründerin und wissenschaftliche Referentin der Circular srl. Sie ist des Weiteren Präsidentin des Direktoriums „Forum for Sustainability through Life Cycle Innovation“ (FSLCI). Bei dem Technical Listening des Global Listening Centers agiert sie als Vorsitzende und ist Mitglied des Beirats der Madaster-Stiftung.

Lust mitzumachen? Dann meldet euch hier an:

Die Anmeldung für das YES! 2026 ist für Schülerteams ab dem 24. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

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