Der Bausektor spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung globaler Umweltprobleme. Beim Bau, der Nutzung und dem Rückbau von Gebäuden werden besonders viele Rohstoffe und große Mengen Energie benötigt, und zahlreiche Emissionen, die Umwelt und Klima belasten, ausgestoßen. Schon bei der Herstellung von Baumaterialien wird ein großer Teil der Energie verbraucht, die ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus benötigt. Daher erfordert eine nachhaltige Zukunft des Bauens sparsame Ressourcennutzung, den Einsatz umweltfreundlicher Materialien sowie Konzepte für Wiederverwendung und Recycling. Wir müssen also neu darüber nachdenken, wie wir Gebäude planen, bauen und nutzen.
Gebäude beeinflussen aber nicht nur unsere Umwelt, sondern auch direkt unser Leben. Wir wohnen, arbeiten und verbringen unsere Freizeit in ihnen. Gleichzeitig ist der Bausektor ein wichtiger Arbeitgeber, der viele Menschen in Planung, Bau, Wartung und Rückbau beschäftigt. Daher stellt sich die Frage, wie wir den Wohnungsbau der Zukunft gestalten können, damit er sowohl umweltfreundlich als auch sozial gerecht ist. Nachhaltigkeit im Bauwesen bedeutet nicht nur, die Umwelt zu schützen, sondern auch die Lebensqualität der Menschen zu verbessern – sowohl für die, die in Gebäuden leben, als auch für diejenigen, die sie bauen. Dabei spielen Themen wie Bezahlbarkeit, Sicherheit, Gesundheit und faire Arbeitsbedingungen eine große Rolle.
Mögliche Fragestellungen:
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Welche Aspekte im Lebenszyklus von Gebäuden beeinflussen unsere Umwelt besonders stark?
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An welcher Stelle und für wen bestehen besonders hohe soziale Risiken im Wohnbausektor?
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Was könnten Ansätze und Lösungen sein, um den Wohnungsbau künftig nachhaltig und gerechter zu gestalten?


