4.1 Euer Social Business Model
Nachdem ihr euch nun viel mit euren Stakeholdern und eurer Zielgruppe beschäftigt habt, geht es in der Phase 4 um euer Geschäftsmodell beziehungsweise darum, wie ihr Mehrwert für eure Zielgruppe generiert und diesen vermarktet. Ein praktisches Hilfsmittel ist dafür das Business Model Canvas, das weiter unten erklärt wird.
Was ist ein Geschäftsmodell?
„Ein Geschäftsmodell (engl. Business Model) ist eine modellhafte Repräsentation der logischen Zusammenhänge, wie eine Organisation bzw. Unternehmen Mehrwert für Kunden erzeugt und einen Ertrag für die Organisation sichern kann.“ (Gabler Wirtschaftslexikon)
Nicht alle Lösungen, die beim YES! entstehen, passen in ein klassisches Geschäftsmodell. Das ist aus gutem Grund so: Nicht jedes gesellschaftliche Problem kann und sollte in einer Geschäftsidee, die Profit erzeugt, münden. Solltet ihr also kein Produkt, das verkauft werden kann, als Lösung eurer Forschungsfrage vorgesehen haben, ist das kein Problem. Die Vielfältigkeit der Forschungsfragen beim YES! lässt die verschiedensten Lösungen für die Problemstellungen zu. Die Schritte, die im folgenden erklärt werden, solltet ihr euch trotzdem anschauen; sie helfen euch auch in der Verfeinerung eurer Lösungsidee, ganz gleich ob es sich dabei um einen Service, eine Plattform, ein Netzwerk usw. handelt.
Außerdem gibt es neben dem klassischen Business Model auch das Social Business Model, also ein Geschäftsmodell, dass zum Beispiel gemeinnützige Unternehmungen nutzen. Das Social Business Model stellt soziale Zielsetzungen in den Mittelpunkt der Unternehmung. Das bedeutet, es wird ein besonderer Fokus auf die gesellschaftliche Wirkung der Lösung gelegt.
Um sich das Business Model und auch das Social Business Model besser vorstellen zu können, gibt es eine praktische Visualisierung dafür, das sogenannte (Social) Business Model Canvas. Das Business Model Canvas ist eine Methode, mit der aus Ideen tragfähige und erfolgreiche Unternehmen entstehen können (business-wissen.de). Oder in anderen Worten, es ist eine Methode, mit der ihr die einzelnen Aspekte, die es für eine erfolgreiche Unternehmung zu beachten gilt, systematisch erfasst.
Das Social Business Model Canvas sieht in etwa so aus (angelehnt an SEEd Education):

Hier könnt ihr euch das Social Business Model herunterladen: Social Business Model Canvas
Werft einen Blick auf die einzelnen Aspekte des Social Business Canvas:
Gesellschaftliche Herausforderung, Gesellschaftliche Veränderung, Lösung
Diese drei Punkte wurden in Phase 1 und 2 thematisiert. Notiert euch hier in kurzen Sätzen oder Stichpunkten die wichtigsten Aspekte. Behaltet besonders eure Punkte zum Aspekt Gesellschaftliche Veränderung im Kopf, wenn ihr eure Lösungsidee ausgestaltet. Wozu macht ihr das Ganze überhaupt? Welche Veränderung möchtet ihr anstoßen und wie trägt eure Lösung dazu dabei?
Schlüsselpartner:innen
In Phase 3 habt ihr euere Stakeholder analysiert. Notiert euch die wichtigsten Stakeholder und stellt besonders die wichtigen Partner:innen heraus, mit denen ihr zusammenarbeiten müsst. Das sind eure Schlüsselpartner:innen.
Schlüsselaktivitäten
Um eure Schlüsselaktivitäten geht es in der nächsten Lektion. Dieses Feld könnt ihr hier noch leer lassen.
Kund:innengruppen, Kund:innenbeziehungen, Kanäle
Eure Kund:innengruppen habt ihr in Phase 3 bei der Erstellung der Persona genauer betrachtet. Tragt eure Persona(s) in kurzen Stichpunkten hier ein. Überlegt euch für den Punkt Kund:innenbeziehungen, in welcher Beziehung ihr zu euren Kund:innen stehen möchtet. Sind eure Kund:innen in die Weiterentwicklung eurer Idee einbezogen (z.B. durch Umfragen), kommuniziert ihr mit Ihnen eher informell oder formell?
Überlegt euch nun, über welche Kanäle ihr eure Kund:innen erreicht: Instagram und TikTok oder doch eher Werbung an der Bushaltestelle? Ein Radiobeitrag oder Podcast? Über einen Zeitschriftenartikel, Flyer oder direkten E-Mailkontakt? Werdet kreativ!
Einnahmequellen und Kostenstruktur
Um diese Punkte geht es in den nächsten Lektionen. Diese Felder könnt ihr hier noch leer lassen.