2.1 Ideenfindung
Ideenfindung
Ihr seid bereits wichtige Schritte auf dem Weg zur Projektidee gegangen.
Ihr habt eine für euch bedeutsame Herausforderung identifiziert, eine Vision entwickelt und erfahren, was Social Entrepreneurs ausmacht.
Nun geht es darum, selbst kreativ zu werden.
Es geht um eure konkrete Unternehmensidee:
Wie könnt ihr einen Beitrag zur Erreichung eurer Vision leisten?
Was ist eure Mission?
Welche Ideen fallen euch spontan ein?
Viele Menschen bremsen ihre Kreativität durch Gedanken wie das kann doch eh nicht funktionieren oder das ist völlig unrealistisch aus. Dies ist häufig ein Problem, wenn es um sozialunternehmerische Gründungsideen geht. Daher ist es gerade zu Beginn einer kreativen Phase wichtig, diese Gedanken über Bord zu werfen und erst mal groß und idealistisch zu denken.
6-3-5-Methode
Aufgabe: Schaut euch zunächst das Video zur 6-3-5-Methode an.
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Setzt euch im Anschluss zusammen und führt die Methode durch. Dabei steht die Frage im Fokus: Was soll euer Unternehmen konkret machen und/oder produzieren? Sprecht am Ende über die entstandenen Ansätze, einigt euch auf eine Idee, mit der ihr arbeiten wollt und die ihr gerne umsetzen möchtet.
Und so funktioniert’s genau:
- Es wird eine Gruppe aus 6 Personen gebildet. Jede:r Teilnehmer:in erhält einen Zettel.
- Das zu lösende Problem wird auf die einzelnen Zettel geschrieben.
- Jedes Gruppenmitglied schreibt insgesamt 3 Ideen nebeneinander auf den Zettel. Dabei sollen die Ideen nicht ausgereift oder perfekt sein, es geht viel mehr um intuitive Gedanken, Ideen, Vorstellungen, Wünsche. Es gibt kein richtig oder falsch!
- Jede:r gibt seinen:ihren Zettel nach 5 Minuten weiter.
- Die fremden Ideen werden kommentiert, verbessert, erweitert, kombiniert.
- Im Anschluss werden die Zettel wieder nach rechts weitergegeben. Dies geschieht, bis der eigene Zettel wieder angekommen ist.
Damit das funktionieren kann, braucht es ein paar Grundregeln:
- Jedes Gruppenmitglied braucht einen leeren Zettel und einen Stift.
- Ruhe: Erst nach der Übung wird wieder gesprochen.
- Konstruktives Feedback: Jede Idee ist eine gute Idee!
Tipp: Auch wenn ihr bereits eine Idee im Kopf habt oder direkt in den Austausch gehen wollt, nehmt euch die Zeit und arbeitet zunächst in Stillarbeit. So schafft ihr euch eine gute Diskussionsbasis!
Kopfstand-Methode
Eine weitere Kreativmethode ist die Kopfstandmethode.
Schaut euch zunächst das Video an:
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Führt nun die Kopfstandmethode mit eurer Fragestellung durch:
- Schreibt eure Fragestellung auf ein Blatt Papier
- Stellt nun eure Frage auf den Kopf: Beispiel: Wenn eure Frage lautet: Wie lösen wir den Personalmangel in der Gastronomie? könnte die umgedrehte Fragestellung lauten: Wie verstärken wir den Personalmangel in der Gastronomie? Sammelt alle Aspekte, die euch einfallen auf dem Blatt Papier (niedriger Lohn, unflexible Arbeitsbedingungen, schlechtes Informationsangebot für Interessierte, etc.); entweder in Einzelarbeit oder gemeinsam in der Gruppe
- Kehrt eure Aspekte nun wieder um: So erkennt ihr genau, woran ihr im nächsten Schritt arbeiten solltet: Wenn wir den Personalmangel in der Gastronomie lösen wollen, sollte in der Gastronomie ein Lohn eingeführt werden, von dem die Menschen leben können, Arbeitsbedingungen sollten flexibel sein und es muss ein Informationsangebot zu den Berufen geben.
Ihr könnt die Kopfstand-Methode auch mit einer eurer Ideen aus der 6-3-5-Methode durchführen!
Beispiel: Eure Idee für die Forschungsfrage zum Thema Personalmangel in der Gastronomie ist es, automatisierte Roboter in der Kundenbedienung einzusetzen. Kehrt nun auch diese Idee um: Was müsste passieren, damit diese Idee so richtig scheitert? Das könnten zum Beispiel folgende Aspekte sein: 1. Die Serviceroboter sprechen nur eine Sprache, 2. Die Serviceroboter werden von der älteren Kundschaft kaum genutzt. Nun kehrt ihr diese Aspekte wieder um: Wenn die Serviceroboter mehr als nur Deutsch sprechen, können sie von mehr Menschen genutzt werden, also solltet ihr die Roboter mehrsprachig programmieren. Wenn der Serviceroboter kaum von älteren Menschen genutzt wird, könntet ihr beispielsweise eine Befragung zu den Hemmnissen dieser Kundschaft im Umgang mit den Robotern durchführen, um herauszufinden, woran es liegen könnte.