Skip links

Coole Technik oder Jobkiller? Wie erleben junge Menschen Serviceroboter in Hotels, Restaurants und Supermärkten – und welche Vorstellungen haben sie von einer fairen Zusammenarbeit zwischen Menschen und Servicerobotern?

Im Servicekontext werden verstärkt Serviceroboter eingeführt. Beispielsweise gibt es erste Versuche, ein komplettes Hotel – vom Check-in bis zum Transport des Koffers – mit Servicerobotern zu betreiben. Serviceroboter werden auch langsam in Supermärkten eingeführt, in denen sie Kundinnen und Kunden den Weg zu gesuchten Produkten zeigen, und in Restaurants, in denen sie Gäste an den Tisch begleiten und Bestellungen abwickeln. Sie werden aus unterschiedlichen Gründen eingesetzt – zum Beispiel, um Mitarbeitende zu unterstützen oder um fehlendes Personal zu ersetzen.

Servicetechnologien sind für Kundinnen und Kunden zunächst nichts Neues. Vielen sind beispielsweise Bankautomaten oder Selbstbedienungskassen geläufig. Im Gegensatz zu diesen etablierten Servicetechnologien bieten Serviceroboter ein anderes Serviceerlebnis. Selbstbedienungskassen und Bankautomaten sind feste, klar begrenzte Systeme. Serviceroboter bewegen sich dagegen im Raum, sprechen Menschen an und übernehmen verschiedenste Aufgaben im Ablauf des Service. Viele Serviceroboter bringen zudem menschenähnliche Eigenschaften (zum Beispiel Stimme oder Gesichtsausdruck) mit, sodass sie leicht als „menschlich“ wahrgenommen werden.

Dieses Projekt möchte daher herausfinden, welche Chancen (zum Beispiel Entlastung, Lösung gegen Fachkräftemangel) und welche Sorgen (zum Beispiel Jobverlust, weniger Menschlichkeit) junge Menschen mit Servicerobotern verbinden. Außerdem geht es darum zu untersuchen, welche Vorstellungen junge Menschen von einer fairen und menschengerechten Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern haben. Ziel ist es, Ideen zu entwickeln, wie Serviceroboter eingesetzt werden können, um sowohl Mitarbeitende als auch Kundinnen und Kunden sinnvoll zu unterstützen, ohne dass Menschen vom Jobmarkt verdrängt werden.

zur Anmeldung

Must-Read-Literatur

Handelsblatt (01.12.2025). Gastgewerbe. Deutsche Start-ups arbeiten mit Robotern gegen Fachkräftemangel. (Link)

Wirtz, J., Paluch, S., & Kunz, W. (2022). Der Roboter und ich: Die Service-Teams der Zukunft sind hybrid. NiM Marketing Intelligence Review, 37-41

Weiterführende Literatur

Deutschlandfunk (04.06.2026). Transformation. Die Angst der Gen Z vor KI wächst. (Link)

Yoganathan, V., Osburg, V.-S., Kunz, W. H., & Toporowski, W. (2021). Check-in at the robo-desk: Effects of automated social presence on social cognition and service implications. Tourism Management, 85, 104309.

Partnerinstitut

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Das Thema wird betreut von

Prof. Dr. Victoria-Sophie Osburg

Victoria-Sophie Osburg ist Professorin für Marktpsychologie an der Katholischen Universität (KU) Eichstätt-Ingolstadt. Nach dem Studium der Psychologie (BSc, MSc) an der Universität Göttingen hat sie im Fachbereich Marketing an derselben Universität promoviert. Nach einigen Stationen im Ausland (Großbritannien, Frankreich, Hong Kong etc.) forscht und lehrt sie mittlerweile wieder in Deutschland und leitet an der KU den interdisziplinären Masterstudiengang Business & Psychology. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der verantwortungsbewussten Nutzung von Servicetechnologien, nachhaltigem Luxuskonsum und nachhaltigem KonsumentInnenverhalten sowohl im traditionellen als auch im Online-Handel.

Lust mitzumachen? Dann meldet euch hier an:

Die Anmeldung für das YES! 2027 ist für Schülerteams ab dem 02. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

zur Anmeldung