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Scrollst du noch – oder bestimmst du schon? Wie Social Media selbstbestimmt genutzt werden kann

Social Media ist für viele ein fester Bestandteil des Alltags. In Deutschland nutzen 96% der Jugendlichen und 90% der Erwachsenen täglich Social Media, 78% bzw. 58% über eine Stunde lang (Wedel et al. 2025). Gleichzeitig haben bereits Jugendliche ein Problembewusstsein für Social-Media-Konsum: Eine Mehrheit der Jugendlichen denkt beispielsweise, dass Social Media negative Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit sowie die schulischen Leistungen und die Aufmerksamkeit hat (Wedel et al. 2025). Diese negativen Auswirkungen werden derzeit auch verstärkt wissenschaftlich untersucht (für einen Überblick siehe Witkin et al. 2026).

Bisher gibt es viele Vorschläge für Regulierungen und Altersgrenzen im digitalen Raum. Eine Vorreiterrolle nahm Australien ein, wo Social Media seit Ende 2025 für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verboten ist. Aber auch in der EU werden derartige Beschränkungen diskutiert: So hat die Europäische Kommission kürzlich mit dem „EU Kids Act“ einen Plan mit verschiedenen Altersstufen vorgeschlagen (Schmid 2026).

Allerdings wird bisher wenig diskutiert, welche Instrumente sich Kinder und Jugendliche selbst wünschen, um langfristig ihren Social-Media-Konsum selbstbestimmt zu reduzieren. Vielleicht habt auch ihr schon über mögliche Strategien, euren Konsum zu reduzieren, nachgedacht. Dieses Projekt möchte euch dazu ermutigen, Tools oder Initiativen zu entwickeln, die eine Reduktion des Social-Media-Konsum langfristig leichter machen würden. Solche Tools können innerhalb oder außerhalb des digitalen Raums stattfinden und sollten darauf abzielen, langfristig selbstständig den eigenen Social-Media-Konsum gesund zu regulieren. Zentraler Bestandteil des Projekts ist es, die suchtfördenden Mechanismen hinter Social Media zu verstehen und zu recherchieren, welche nachteiligen Auswirkungen Social Media haben kann, um basierend darauf Lösungen zu finden.

zur Anmeldung

Must-Read-Literatur

Schmid, K. (2026), „Plan der EU-Kommission: Drei Altersstufen für Soziale Medien“, ARD Brüssel, abgerufen am 21.09.2026 von (Link)  

Wedel, K., V. Freundl, F. Pfaehler und L. Wößmann (2025), „Zwischen Likes und Lernen: Was Jugendliche und Erwachsene über Social Media denken – Ergebnisse des ifo Bildungsbarometers 2025“, ifo Schnelldienst 78 (9): 37-57. (Link)

Witkin, N., C. Lim, Z. Rausch und J. Haidt (2026), “The Many Lines of Evidence That Social Media is Not Safe For Teens”, abgerufen am 21.09.2026 von (Link)

Partnerinstitut

ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.

Das Thema wird betreut von

Vera Freundl

Vera Freundl ist Fachreferentin am Zentrum für Bildungsökonomik des ifo Instituts in München. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Chancengerechtigkeit in der Bildung und repräsentativen Meinungsumfragen zur Bildungspolitik in Deutschland. Außerdem ist sie für die Forschungskoordination und die Wissenschaftskommunikation des Zentrums zuständig.

Anke Windisch

Anke Windisch ist Doktorandin am Zentrum für Bildungsökonomik des ifo Instituts in München. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Integration von Geflüchteten und den Einflussfaktoren der demokratischen Meinungsbildung.

Sofía Gómez

Sofía Gómez ist Doktorandin am Zentrum für Bildungsökonomik des ifo Instituts in München. Sie forscht insbesondere zu Bildungsungleichheit und der Förderung von Chancengleichheit sowie intergenerationaler Mobilität. 

Katia Werkmeister

Katia Werkmeister ist Doktorandin am Zentrum für Bildungsökonomik des ifo Instituts in München. Sie beschäftigt sich insbesondere mit dem Übergang von der Bildung in den Arbeitsmarkt und mit den Folgen besserer Bildung für den Einzelnen und die Gesellschaft. 

Lust mitzumachen? Dann meldet euch hier an:

Die Anmeldung für das YES! 2027 ist für Schülerteams ab dem 02. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

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