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Wie können wir mit KI nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln?

Wie können wir mit KI nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln? Diese Frage lädt euch als Schüler\*innen der Oberstufe dazu ein, Probleme aus eurem Alltag aufzugreifen und daraus eigene Geschäftsideen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Reparatur, Wiederverwendung, Sharing und weitere Ansätze der Kreislaufwirtschaft, die Produkte länger nutzbar machen und den Materialverbrauch verringern können. Ihr erforscht, wie KI euch dabei unterstützt, kreative Lösungen zu finden, deren wirtschaftliche Tragfähigkeit zu prüfen und ihre möglichen Umweltwirkungen einzuschätzen. Dabei hinterfragt ihr auch die Vorschläge der KI: Welche helfen euch weiter, welche müsst ihr überprüfen und wo ist euer eigenes Urteil gefragt?

Euer Projekt bearbeitet ihr eigenständig außerhalb des Schulunterrichts – allein oder im Team. Ausgangspunkt ist eine selbst gewählte Herausforderung: Warum werden reparierbare Elektrogeräte ersetzt? Wie könnte ein Verleih für selten genutzte Gegenstände funktionieren? Unter welchen Bedingungen lohnt sich die Aufarbeitung gebrauchter Möbel? Ihr recherchiert Hintergründe, sprecht beispielsweise mit möglichen Nutzer\*innen und entwickelt daraus eine Geschäftsidee. Anschließend untersucht ihr, wem euer Angebot nützt, wer dafür bezahlen würde und welche Kosten entstehen. Dabei prüft ihr auch, unter welchen Voraussetzungen tatsächlich Ressourcen geschont werden könnten. Eine Unternehmensgründung ist nicht erforderlich; entscheidend ist ein nachvollziehbares Konzept mit begründeten Annahmen.

Welche KI ihr dafür einsetzt, bleibt offen. Ihr könnt ein großes Sprachmodell, ein sogenanntes Large Language Model (LLM), nutzen und mit gezielten Arbeitsaufträgen – den Prompts – Ideen entwickeln, Gegenargumente sammeln oder Berechnungen vorbereiten. Eine weitere Möglichkeit ist ein RAG-System (Retrieval-Augmented Generation): Hier erhält das Sprachmodell zusätzlich passende Informationen aus einer ausgewählten Wissensbasis, etwa aus Fachtexten zur Kreislaufwirtschaft oder Gründungsleitfäden. Ihr untersucht, welche Unterstützung euch die gewählte Anwendung bietet (z.B. NotebookLM). Wenn ihr Zugang zu beiden Varianten habt, könnt ihr dieselben Fragen stellen und die Antworten vergleichen. Auch bei einem RAG-System müsst ihr prüfen, ob Quellen tatsächlich existieren, Aussagen belegen und zu eurer Fragestellung passen.

Neben eurer Geschäftsidee erforscht ihr euren eigenen Umgang mit KI: Welche Fragen führen zu hilfreichen Antworten? Wo bleiben Vorschläge oberflächlich oder widersprüchlich? Was verändert sich, wenn ihr eigene Rechercheergebnisse einbringt? Dokumentiert wichtige Prompts, überprüft zentrale Aussagen und haltet fest, welche Vorschläge ihr übernehmt, verändert oder verwerft. Mögliche Materialeinsparungen könnt ihr anhand einfacher Szenarien mit offengelegten Annahmen berechnen; eine vollständige Ökobilanz wird nicht erwartet. Am Ende stellt ihr euer Geschäftsmodell und eure Erkenntnisse zur KI-Nutzung vor, beispielsweise in einem Forschungsbericht, einer Präsentation oder einem Video. Zeigt dabei sowohl das Potenzial eurer Idee als auch offene Fragen und Grenzen: Was habt ihr herausgefunden, und was müsste vor einer praktischen Umsetzung noch untersucht werden?

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Must-Read-Literatur

Siehe Literaturliste als PDF: (Link)

Partnerinstitut

Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung

Das Thema wird betreut von

Dr. Michael Scharp

Dr. Michael Scharp ist Forschungsleiter am IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Leitung und Koordination von Forschungs- und Transferprojekten. Seine Arbeit verbindet nachhaltige Entwicklung, berufliche Bildung und Digitalisierung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt heute auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Bildungs- und Transformationsprozessen. Dabei entwickelt Scharp anwendungsorientierte KI-Lösungen, die Fachwissen, strukturierte Daten und betriebliche Anforderungen miteinander verknüpfen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Retrieval-Augmented-Generation-Systeme (RAG), mit denen Beschäftigte und Lernende bei komplexen fachlichen Aufgaben unterstützt werden können.

Aktuelle KI-Projekte befassen sich unter anderem mit nachhaltiger Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung, beruflicher Bildung sowie handwerklichen und technischen Berufen. In KEECZ und KEECKIS werden KI-Systeme entwickelt, die Caterer bei Speiseplanbewertung, Klima- und Qualitätschecks, Datenanalyse und Angebotsprozessen unterstützen. Weitere Vorhaben übertragen RAG-basierte Lern- und Assistenzsysteme auf die berufliche Bildung, etwa für Bau-, Maler- und technische Berufe.

Kennzeichnend für seine Arbeit ist die Verbindung von KI mit fachlich geprüften Daten, transparenten Regeln, Human-in-the-Loop-Verfahren und niedrigschwelligen Zero-Coding-Ansätzen. Ziel ist nicht die Substitution von Beschäftigten, sondern deren Befähigung, KI sicher, kritisch und produktiv einzusetzen.

Hinweis: Dieser Text ist mit KI-generiert worden aber wurde auf Richtigkeit geprüft.

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Die Anmeldung für das YES! 2027 ist für Schülerteams ab dem 02. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

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