Im Servicekontext werden verstärkt Serviceroboter eingeführt. Beispielsweise gibt es erste Versuche, ein komplettes Hotel – vom Check-in bis zum Transport des Koffers – mit Servicerobotern zu betreiben. Serviceroboter werden auch langsam in Supermärkten eingeführt, in denen sie Kundinnen und Kunden den Weg zu gesuchten Produkten zeigen, und in Restaurants, in denen sie Gäste an den Tisch begleiten und Bestellungen abwickeln. Sie werden aus unterschiedlichen Gründen eingesetzt – zum Beispiel, um Mitarbeitende zu unterstützen oder um fehlendes Personal zu ersetzen.
Servicetechnologien sind für Kundinnen und Kunden zunächst nichts Neues. Vielen sind beispielsweise Bankautomaten oder Selbstbedienungskassen geläufig. Im Gegensatz zu diesen etablierten Servicetechnologien bieten Serviceroboter ein anderes Serviceerlebnis. Selbstbedienungskassen und Bankautomaten sind feste, klar begrenzte Systeme. Serviceroboter bewegen sich dagegen im Raum, sprechen Menschen an und übernehmen verschiedenste Aufgaben im Ablauf des Service. Viele Serviceroboter bringen zudem menschenähnliche Eigenschaften (zum Beispiel Stimme oder Gesichtsausdruck) mit, sodass sie leicht als „menschlich“ wahrgenommen werden.
Dieses Projekt möchte daher herausfinden, welche Chancen (zum Beispiel Entlastung, Lösung gegen Fachkräftemangel) und welche Sorgen (zum Beispiel Jobverlust, weniger Menschlichkeit) junge Menschen mit Servicerobotern verbinden. Außerdem geht es darum zu untersuchen, welche Vorstellungen junge Menschen von einer fairen und menschengerechten Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern haben. Ziel ist es, Ideen zu entwickeln, wie Serviceroboter eingesetzt werden können, um sowohl Mitarbeitende als auch Kundinnen und Kunden sinnvoll zu unterstützen, ohne dass Menschen vom Jobmarkt verdrängt werden.

