Becher aus Maisstärke, Handyhüllen aus Pflanzenfasern oder Tüten mit dem Hinweis „kompostierbar“ – viele Produkte setzen auf Naturmaterialien. Doch „natürlich“ bedeutet nicht automatisch „umweltfreundlich“. Das Umweltbundesamt stellt fest, dass biobasierte Kunststoffe aktuell noch nicht unbedingt besser sind als herkömmliche: Der Anbau braucht Fläche, Wasser und Dünger. Auch „kompostierbar“ hält oft nicht, was es verspricht – laut Norm muss sich das Material bei 58 Grad innerhalb von sechs Monaten zu 90 Prozent zersetzen, doch in vielen Anlagen bleibt es viel kürzer. Dennoch gibt es Fälle, in denen Naturmaterialien wirklich punkten. Wie erkennt man gute von weniger guten „Bio“-Lösungen? Und wie können Unternehmen ihre Produkte so gestalten, dass sie wirklich in den Naturkreislauf zurückkehren?
Hauptsache bio? Wann sind Naturmaterialien wirklich die bessere Wahl?
Must-Read-Literatur
Verbraucherzentrale: Kompostierbare Plastiktüten – sind sie wirklich umweltfreundlicher?: Fakten zum Problem. (Link)
ZDFheute: So umweltfreundlich ist Bioplastik: Aktueller Stand vom Juli 2026, mit Video. (Link)
C2C NGO: Digitales Lerntool LOOP: Methode für eigene Lösungsideen per Design Thinking. (Link)
Partnerinstitut
Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

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Prof. Dr.-Ing. Florian Mohr ist Professor für Produktionsmanagement und Produktionslogistik am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Er leitet dort den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen/ Umweltplanung. Sein Forschungsziel lautet „AI-enabled Circular Economy“: Künstliche Intelligenz soll helfen, Produkte und Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten.
Er hat Maschinenbau studiert und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz promoviert. Danach hat er in der Medizintechnik Kunststoffprodukte entwickelt. Als Berater hat er Unternehmen weltweit beim sicheren Datenaustausch über das Automobil-Datennetzwerk Catena-X unterstützt. Bevor er Professor wurde, hat er außerdem Lehrkräfte zu Digitalisierung und KI fortgebildet.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Vette-Steinkamp ist Professor an der Hochschule Trier am Umwelt-Campus Birkenfeld. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der industriellen Robotik, der Mensch-Roboter-Kooperation sowie der Automatisierung von Montage- und Demontageprozessen. Dabei beschäftigt er sich insbesondere mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz und flexibler Robotersysteme für eine nachhaltige Produktion und Kreislaufwirtschaft.
Er hat Wirtschaftsingenieurwesen und Mechatronik studiert und 2018 an der RWTH Aachen promoviert. Danach leitete er acht Jahre lang Forschungsprojekte zur Automatisierung am ZeMA in Saarbrücken. Seit 2020 lehrt und forscht er in Birkenfeld.
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