Skip links

Mein Garten, unser Nutzen: Wie können ökonomische und soziale Anreize mehr Biodiversität in unsere Orte und Städte bringen?

Unsere privaten Gärten sind wichtige Lebensräume für viele Arten.
Doch warum gestalten wir sie oft eher als gepflegte Rasenflächen denn als
artenreiche Oasen? Eine Analyse von über 400 Studien zeigt: Artenvielfalt
entsteht nicht von selbst – sie braucht Platz, vielfältige Pflanzen und weniger
Pflegeeinsatz wie Dünger oder häufiges Mähen. Ökonomisch entsteht dabei ein
Dilemma: Zwar entscheiden einzelne Haushalte über ihre Gartengestaltung, der
ökologische Nutzen eines vernetzten Lebensraums kommt jedoch der gesamten
Gemeinschaft zugute. Gartenbesitzende verfolgen dabei sehr unterschiedliche
Ziele – ob Erholung, Spiel oder Ordnung – was die einheitliche Förderung der
Biodiversität erschwert. Wir entscheiden oft also allein über unseren eigenen
Garten, profitieren aber gemeinsam mit der Nachbarschaft vom Ergebnis. Die
meisten Menschen wünschen sich sogar eine naturnahe Nachbarschaft (75 %
einer aktuellen Befragung). Warum also tun wir es nicht?

Wie könnte eure Herangehensweise hier aussehen? Untersucht die „unsichtbaren“
Faktoren, die unser Garten-Verhalten steuern: Wo liegen die eigentlichen
Hindernisse – liegt es an Zeit, Geld, ästhetischen Vorlieben oder ist es der
soziale Druck? Und wie könnten Anreize aussehen, die Naturschutz attraktiv(er)
und machbar machen? Wie könnte ein (gemeinnütziges) Geschäftsmodell aussehen?
Eure ersten Schritte können lokale Umfragen, Interviews mit Nachbarn oder
kommunalen Entscheidungsträgern sein, um eure eigenen Ideen daraus zu
entwickeln.

zur Anmeldung

Must-Read-Literatur

Final Report – The Economics of Biodiversity: The Dasgupta Review (Link)

Delahay, R. J., Sherman, D., Soyalan, B. & Gaston, K. J. (2023). Biodiversity in Residential Gardens: A Review of the Evidence Base. Biodiversity and
Conservation, 32(13), 4155-4179.  (Link)

Liebe, U., Meyerhoff, J. & Rehdanz, K. (2026). Neighbourhood Norms Do Not Hinder Biodiversity Conservation in Private Gardens. npj Urban Sustainability, 6, 28.  (Link)

Partnerinstitut

ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim

Das Thema wird betreut von

Tim Kalmey genannt Beckmann

Tim Kalmey ist seit März 2023 Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Umwelt- und Klimaökonomik“. Er studierte im Bachelor Philosophy & Economics an der Universität Bayreuth und erwarb seinen Masterabschluss in Development Economics an der Universität Göttingen mit einem Schwerpunkt auf quantitative Methoden und Umweltökonomik. In seiner Masterarbeit untersuchte er den Zusammenhang zwischen Einkommen und den konsumbasierten Biodiversitäts-Footprints von US-Haushalten.

Eunseong Park

Eunseong Park ist seit Januar 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter im ZEW-Forschungsbereich „Umwelt- und Klimaökonomik“. Seit September 2021 ist er im Promotionsprogramm des Center for Doctoral Studies in Economics an der Universität Mannheim eingeschrieben. Zuvor absolvierte er sein Masterstudium der Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin und sein Bachelorstudium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim.

Lust mitzumachen? Dann meldet euch hier an:

Die Anmeldung für das YES! 2027 ist für Schülerteams ab dem 02. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

zur Anmeldung