Im Servicekontext werden verstärkt Serviceroboter eingeführt. Beispielsweise gibt es erste Versuche, ein komplettes Hotel – vom Check-in bis zum Transport des Koffers – mit Servicerobotern zu betreiben. Serviceroboter werden auch langsam in Supermärkten eingeführt, in denen sie Kundinnen und Kunden den Weg zu gesuchten Produkten zeigen, und in Restaurants, in denen sie Gäste an den Tisch begleiten und Bestellungen abwickeln. Sie werden aus unterschiedlichen Gründen eingesetzt – zum Beispiel, um Mitarbeitende zu unterstützen oder um fehlendes Personal zu ersetzen.
Servicetechnologien sind für Kundinnen und Kunden zunächst nichts Neues. Vielen sind beispielsweise Bankautomaten oder Selbstbedienungskassen geläufig. Im Gegensatz zu diesen etablierten Servicetechnologien bieten Serviceroboter ein anderes Serviceerlebnis. Selbstbedienungskassen und Bankautomaten sind feste, klar begrenzte Systeme. Serviceroboter bewegen sich dagegen im Raum, sprechen Menschen an und übernehmen verschiedenste Aufgaben im Ablauf des Service. Viele Serviceroboter bringen zudem menschenähnliche Eigenschaften (zum Beispiel Stimme oder Gesichtsausdruck) mit, sodass sie leicht als „menschlich“ wahrgenommen werden.
Unsere privaten Gärten sind wichtige Lebensräume für viele Arten.
Doch warum gestalten wir sie oft eher als gepflegte Rasenflächen denn als
artenreiche Oasen? Eine Analyse von über 400 Studien zeigt: Artenvielfalt
entsteht nicht von selbst – sie braucht Platz, vielfältige Pflanzen und weniger
Pflegeeinsatz wie Dünger oder häufiges Mähen. Ökonomisch entsteht dabei ein
Dilemma: Zwar entscheiden einzelne Haushalte über ihre Gartengestaltung, der
ökologische Nutzen eines vernetzten Lebensraums kommt jedoch der gesamten
Gemeinschaft zugute. Gartenbesitzende verfolgen dabei sehr unterschiedliche
Ziele – ob Erholung, Spiel oder Ordnung – was die einheitliche Förderung der
Biodiversität erschwert. Wir entscheiden oft also allein über unseren eigenen
Garten, profitieren aber gemeinsam mit der Nachbarschaft vom Ergebnis. Die
meisten Menschen wünschen sich sogar eine naturnahe Nachbarschaft (75 %
einer aktuellen Befragung). Warum also tun wir es nicht?
Wie könnte eure Herangehensweise hier aussehen? Untersucht die „unsichtbaren“
Faktoren, die unser Garten-Verhalten steuern: Wo liegen die eigentlichen
Hindernisse – liegt es an Zeit, Geld, ästhetischen Vorlieben oder ist es der
soziale Druck? Und wie könnten Anreize aussehen, die Naturschutz attraktiv(er)
und machbar machen? Wie könnte ein (gemeinnütziges) Geschäftsmodell aussehen?
Eure ersten Schritte können lokale Umfragen, Interviews mit Nachbarn oder
kommunalen Entscheidungsträgern sein, um eure eigenen Ideen daraus zu
entwickeln.
Delahay,
R. J., Sherman, D., Soyalan, B. & Gaston, K. J. (2023). Biodiversity in
Residential Gardens: A Review of the Evidence Base. Biodiversity and
Conservation, 32(13), 4155-4179. https\://doi.org/10.1007/s10531-023-02694-9
Liebe,
U., Meyerhoff, J. & Rehdanz, K. (2026). Neighbourhood Norms Do Not Hinder
Biodiversity Conservation in Private Gardens. npj Urban Sustainability, 6, 28. https\://doi.org/10.1038/s42949-025-00335-4


