Akkuschrauber, E-Bikes, Handys – in alten Geräten stecken tolle Schätze wie Lithium, Kobalt oder Kupfer. Um sie zu retten, müssen die Geräte auseinandergenommen werden, was bisher meist von Hand geschieht: Das ist mühsam, teuer und bei Akkus sogar riskant. Dabei werden in Deutschland noch nicht einmal ein Drittel der alten Elektrogeräte eingesammelt – 2024 waren es laut Umweltbundesamt 28,7 Prozent, obwohl 65 Prozent vorgeschrieben sind. Roboter könnten hier eine große Hilfe sein. Da jedes Gerät anders gebaut, verschraubt oder verklebt ist, haben sie es aber schwer. Deshalb entwickeln Forschende Roboter, die sich von erfahrenen Fachkräften Tipps abschauen. Wann macht das Zerlegen Sinn? Wer sollte es machen – Mensch, Maschine oder beide zusammen? Und wer könnte daran verdienen?
Roboter mit Fingerspitzengefühl? Wer zerlegt künftig unsere alten Geräte?
Must-Read-Literatur
Umwelt im Unterricht: Elektroaltgeräte – Abfall oder Goldmine?: Problem und Ausgangslage. (Link)
electrive: Fraunhofer-Roboter zerlegt Akkus: Was Roboter mit KI heute schon können. (Link)
starting-up.de: Gründerstory R3 Robotics: Wie man daraus ein Geschäftsmodell macht. Es handelt sich um eine Unternehmensdarstellung. (Link)
Partnerinstitut
Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld

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Prof. Dr.-Ing. Florian Mohr ist Professor für Produktionsmanagement und Produktionslogistik am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Er leitet dort den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen/ Umweltplanung. Sein Forschungsziel lautet „AI-enabled Circular Economy“: Künstliche Intelligenz soll helfen, Produkte und Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten.
Er hat Maschinenbau studiert und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz promoviert. Danach hat er in der Medizintechnik Kunststoffprodukte entwickelt. Als Berater hat er Unternehmen weltweit beim sicheren Datenaustausch über das Automobil-Datennetzwerk Catena-X unterstützt. Bevor er Professor wurde, hat er außerdem Lehrkräfte zu Digitalisierung und KI fortgebildet.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Vette-Steinkamp ist Professor an der Hochschule Trier am Umwelt-Campus Birkenfeld. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der industriellen Robotik, der Mensch-Roboter-Kooperation sowie der Automatisierung von Montage- und Demontageprozessen. Dabei beschäftigt er sich insbesondere mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz und flexibler Robotersysteme für eine nachhaltige Produktion und Kreislaufwirtschaft.
Er hat Wirtschaftsingenieurwesen und Mechatronik studiert und 2018 an der RWTH Aachen promoviert. Danach leitete er acht Jahre lang Forschungsprojekte zur Automatisierung am ZeMA in Saarbrücken. Seit 2020 lehrt und forscht er in Birkenfeld.
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