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Wie kann Deutschland Talente aus dem Ausland gewinnen – und auch halten? Projekt zur Fachkräftegewinnung: Gleiche Chancen für internationale Talente auf dem deutschen Arbeitsmarkt?

Wie werden Bewerbungen von Menschen mit ausländischem Hintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt behandelt? Haben Bewerber mit gleichen Qualifikationen tatsächlich die gleichen Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch? Welche Rolle spielen dabei Herkunft, Sprache oder der Name? Und unterscheiden sich mögliche Benachteiligungen zwischen Branchen und Berufen? Das Projekt untersucht anhand von Korrespondenzexperimenten, wie sich unterschiedliche Merkmale von Bewerbern auf ihre Chancen im Bewerbungsprozess auswirken.

Auf dieser Grundlage sollen anschließend Lösungsansätze entwickelt werden, wie Hürden aufgrund von Herkunft oder Namen im Bewerbungsprozess abgebaut und faire Chancen für internationale Talente geschaffen werden können.

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Wissenschaftlicher Hintergrund:

Die Frage, wie Deutschland internationale Fachkräfte erfolgreich in den Arbeitsmarkt integrieren kann, stellt auch ein empirisches Problem dar. Um mögliche Unterschiede in der Behandlung von Bewerbern kausal zu untersuchen, eignen sich insbesondere randomisierte Feldexperimente (Korrespondenzstudien). Dabei werden fiktive Bewerbungen verschickt, die sich gezielt in einzelnen Merkmalen unterscheiden, während Qualifikation und andere Eigenschaften konstant gehalten werden. Anhand der Rückmeldungen von Arbeitgebern lässt sich so untersuchen, ob und in welchem Ausmaß bestimmte Bewerbergruppen unterschiedliche Chancen in Bewerbungsprozessen haben. Aufbauend auf den empirischen Ergebnissen können anschließend Maßnahmen diskutiert und entwickelt werden, die mögliche Zugangsbarrieren reduzieren und die Gewinnung internationaler Fachkräfte erleichtern.

zur Anmeldung

Must-Read-Literatur

Köhler, Ekkehard A. and Wiemann, Dilara. Field Experimental Evidence on Hiring Discrimination in the German Apprenticeship Market (July 28, 2025). (Link) or (Link)

Bertrand, M. and Mullainathan, S. (2004). Are Emily and Greg More Employable Than Lakisha and Jamal? A Field Experiment on Labor Market Discrimination. American Economic Review, 94:4, 991-1013.

Koopmans, R.; Veit, S.; Yemana, R. (2019). Taste or statistics? A correspondence stu-dy of ethnic, racial and religious labour market discrimination in Germany. Ethnic and Racial Studies, 42:16, 233-252.

Weiterführende Literatur

Ausländische Fachkräfte erleben weit mehr Diskriminierung als erwartet (Link)

Wie attraktiv ist der deutsche Arbeitsmarkt? (Link)

Partnerinstitut

Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen (ZöBiS)

Das Thema wird betreut von

Dr. Ekkehard Köhler

Dr. Ekkehard Köhler forschte u.a. am Walter Eucken Institut, an der University of Southern California und an der Paris School of Economics. Seine Forschung verbindet die Volkswirtschaftslehre mit der Bildungsforschung. Schwerpunkte sind die Vermittlung ökonomischen Denkens und die experimentelle und angewandte Ökonomik.

Ekkehard Köhler studierte Wirtschaftswissenschaften, Neuere und Neueste Geschichte und Politikwissenschaften. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst bei der Deutschen Bank und bei der Badischen Zeitung, wo er an der Universität Freiburg über empirische Geld- und Fiskalpolitik promoviert wurde. Nach seiner Dissertation in Volkswirtschaftslehre war er von 2016 bis 2022 Geschäftsführer des Walter Eucken Instituts und Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg und zudem von 2019 bis 2022 Vertretungsprofessor für Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik. Ab 2023 bis 2025 war er Juniorprofessor für Wirtschaftsdidaktik und sozioökonomische Bildung am Zentrum für ökonomische Bildung an der Universität Siegen (ZÖBIS). Seit 2025 ist er ordentlicher Professor an der Fak. III der Universität Siegen.

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Die Anmeldung für das YES! 2027 ist für Schülerteams ab dem 02. November möglich. Schulteams ab der 10. Klasse können am Wettbewerb teilnehmen.

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