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Bericht Regionalfinale Süd-Ost

08. Juli 2026, München
Munich Urban Colab GmbH

Gewinnerteams:

LSH Marquartstein

Erzbischöfliches Edith-Stein-Gymnasium, München

Am 08. Juli 2026 fand das Regionalfinale Süd-Ost in den Räumlichkeiten des Munich Urban Colabs in München statt. Neun Teams präsentierten und diskutierten ihre Lösungsideen auf der großen Bühne beim letzten Regionalfinale des diesjährigen YES!-Wettbewerbs. Gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten sich die Teams des LSH Marquartstein sowie des Erzbischöflichen Edith-Stein-Gymnasiums aus München. Beide Teams können sich über einen gelungenen Auftritt und den Einzug ins Bundesfinale in Berlin freuen.

Unser Moderator Wolfgang Sedlmeir eröffnete das Regionalfinale in den schönen Räumlichkeiten des Munich Urban Colabs und begrüßte die Schülerteams und Lehrkräfte aus Baden-Württemberg und Bayern sowie die anwesenden Forschungspartnerinnen und -partner und Gäste. Arne Dunker, Geschäftsführer der Deutschen KlimaStiftung, begrüßte die Gäste und hob die Relevanz junger, innovativer Ideen in der heutigen, komplexen Welt noch einmal hervor.

Anschließend wurde die Fachjury vorgestellt, die seit diesem Wettbewerbsjahr die Ideen der Schülerteams aus verschiedenen Blickwinkeln anhört und bewertet. Durch ihre vielfältige Expertise ergänzt ihre Perspektive die Bewertung der Schülerteams.

Die Jury:

  • Renate Bleich, Geschäftsführerin Münchener Rück Stiftung
  • Arne Dunker, Geschäftsführer der Deutschen KlimaStiftung
  • Niklas Klingel, M.Sc. in Politics and Technology (TUM), Vorstandsmitglied Gründungsmagnet
  • Dr. Laura Kohlrausch, Programm- und Bereichsleiterin Buch Oekom Verlag, München
  • Johannes Walcher, Technischer Direktor UnternehmerTUM MakerSpace

Robert-Schuman-Gymnasium Cham

Und dann konnte es schon losgehen! Die Präsentationen der Schülerteams starteten mit dem Team des Robert-Schumann-Gymnasiums Cham. Über die Forschungsfrage „Das Wohnen der Zukunft – Wie gestalten wir den Wohnungsbau nachhaltig und gerecht?“ von Alexandra Weniger und Prof. Dr. Marzia Traverso von der RWTH Aachen University gelangte das Team zur Lösungsidee Green Shovel. Durch Dachbegrünung im urbanen Raum und auf öffentlichen Flächen möchte das Team grüne Orte für alle schaffen. Mit der begleitenden App können Pflanztipps, Gießerinnerung und weitere Hinweise für die Instandhaltung der Dachgärten abgerufen werden.

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LSH Marquartstein

Das Team des LSH Marquartstein stellte anschließend ihre App Green Cart vor. Juliane Scheering und Dr. Nadine Husenbeth von der Universität Bremen lieferten die Forschungsfrage „Klimaemotionen erkunden: Was können wir durch unsere Emotionen über uns selbst und den Umgang mit dem Klimawandel lernen?“. Green Cart ist eine App und physische Karte, die den nachhaltigen Einkauf über ein Bewertungs- und Belohnungssystem für Konsumenten und Konsumentinnen greifbarer und motivierender macht. Das Bewertungssystem ordnet (Lebensmittel-)Produkte in verschiedene Kategorien ein, die die Nachhaltigkeit eines Produktes möglichst genau und verständlich beschreiben. Das Belohnungssystem basiert auf beim Kauf gesammelten Punkten, die danach in Prämien, Rabattcodes oder Spenden für Umweltprojekte umgewandelt werden können.

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Geschwister-Scholl-Gymnasium Röthenbach

Die Schüler und Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach beschäftigten sich mit der Frage: “Weniger Scrollen, mehr Leben – Wie bekommen wir unsere Bildschirmzeit in den Griff?” von Daniel Monsees und Lea Bergmann vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Die Lösung für das Problem: Traddiction, eine App, die Jugendliche dabei unterstützt bewusster mit Medien umzugehen und das Handy öfters zur Seite zu legen. Dabei wird reduzierte Bildschirmzeit durch Gutscheine, Vergünstigungen oder besondere Angebote von regionalen Partnern belohnt.

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Auersperg-Gymnasium Passau Freudenhain

Nach einer kurzen Pause startete der zweite Block mit drei Schülerteams. Das Auersperg-Gymnasium Passau Freudenhain stellte die Lösungsidee Factify AI vor; ihre Antwort auf die Frage Fighting Fake News: Wie können wir den gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen von Falschinformation online begegnen?“ von Dr. Kerstin Perlik von der Freien Universität Bozen. Wer Aussagen auf Ihren Wahrheitsgehalt überprüfen möchte, kann diese ganz einfach in die App kopieren und bekommt in Sekundenschnelle eine Übersicht über den Wahrheitsgehalt sowie die dafür herangezogenen, seriösen Quellen. So können Fake News auch von Privatpersonen einfach entlarvt werden.

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Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach

“Stirbt das Gastgewerbe? – Maßnahmen zur Reduktion des Personalmangels?” Dr. Maximilian Sommer und Dr. Kerstin Bruckmeier vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) stellten diese Frage dem Team des Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach. In der App GastroCatching werden Gastronominnen und Gastronomen, Kundinnen und Kunden sowie potenzielles Personal verbunden. Nutzerinnen und Nutzer entdecken Lokale in der Region, sammeln auf spielerische Weise Punkte und Belohnungen und werden passiv auf Jobs in der Gastronomie aufmerksam gemacht. Das erhöht die Sichtbarkeit der Gastronomie, erleichtert die Personalsuche und Bindung.

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Johann-Philipp-Bronner-Schule

Die Schülerinnen und Schüler der Johann-Philipp-Bronner-Schule in Wiesloch beschäftigen sich mit der Frage wie Nachhaltigkeit in der Modeindustrie neu gedacht werden kann, genauer: “Fast Fashion and Sustainability: What can relevant stakeholders do differently?”, die einzige englische Froschungsfrage des Wettbewerbs von Dr. Shubham Singh und Dr. Ronja Kirschning von der HSBA Hamburg School of Business Administration. Mit dem Kartenspiel Sustainable Fashion Quartett wird auf spielerische Weise ein Bewusstsein für die Problematiken rund um “Fast Fashion” geschaffen. Bewusst setzt das Team auf eine analoge Version um “face to face” Diskussionsanreize zu ermöglichen. Die englische Version des Spiels soll dabei mit Partnern in Spanien und Finnland erprobt werden.

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Erzbischöfliches Edith-Stein-Gymnasium, München

Nach der Mittagspause präsentierte das Team des Erzbischöflichen Edith-Stein-Gymnasiums aus München ihre Lösungsidee zur Forschungsfrage „Wie fördert man mutige und kreative Gründer*innen bereits in den Schulen?“ von Anita Dietrich und Nicolas Bunde vom ifo Institut – Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. Mit Pitch & Rich hat das Team ein Workshopformat für Schulklassen konzipiert, welches jungen Menschen und speziell Schülerinnen Wissen und praktische Einblicke in Themen des Gründungsprozesses gewährt und diese dazu befähigt und motiviert, selbst einmal zu gründen.

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Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim

„Wie können Wirtschaftsnetzwerke heute nachhaltige gemeinsame Entscheidungen treffen?“ Mit dieser Frage von Dr. Angela Huang und Dr. Bart Holterman von der Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums (FGHO) am Europäischen Hansemuseum Lübeck beschäftigte sich das Team des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums in Rosenheim. YOUNIFY – Connect like a Gemini !!! bietet eine Plattform, die einerseits Jugendliche untereinander aber auch mit den Gemeinden verbindet. Ziel ist, die Jugendlichen nicht nur zu vernetzen, sondern sie auch aktiv in Entscheidungsprozesse in den Gemeinen einzubeziehen und so mehr Gemeinschaft und Zusammenhalt zu schaffen.

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Gabrieli-Gymnasium Eichstätt

Das Team des Gabrieli-Gymnasiums in Eichstätt stellte in der letzten Präsentation ihre App JournaL vor. Auf die Frage „Wie können Unternehmen dazu motiviert werden, trotz Kostendruck und Kennzahlen-Fokus wieder in direkte Begegnungen mit Nachwuchskräften und nachhaltige Talentförderung zu investieren?“ von Aileen Meyer von i2b next level entwickelte das Team die Idee einer Scrolling-Plattform. Diese soll die ersten Schritte des Bewerbungsverfahrens vereinfachen, sowie das Kennenlernen persönlicher, tiefgründiger und weniger zeitintensiv gestalten. So sollen junge Fachkräfte besser an Jobs gelangen, die wirklich zu ihnen passen.

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Nach einer kurzen Pause ging es anschließend direkt weiter mit der Pitch-Runde. Alle Teams hatten 90 Sekunden Zeit, ihre Lösungsidee auf den Punkt gebracht zu Erläutern und Schülerteams und Jury zu überzeugen. Die 90 Sekunden wurden von den Teams genutzt, um alle wichtigen Fakten noch einmal zu betonen und die Pitches hatten es in sich!

Die Bewertung der Schülerteams sowie der Jury war also gar nicht so einfach und es wurde besonders in der Jury lange diskutiert, wer welche Punktzahl bekommen sollte.

Weiter ins Bundesfinale geht es für die Siegerinnenideen GreenCart und Pitch & Rich.

Dagmar Firtz-Kramer, Geschäftsführerin der Firma Baufritz, beglückwünschte die Leistungen der Siegerinnen und bekräftigte, wie wichtig und wertvoll im Besonderen die Förderung junger Gründerinnen sei. Die Siegerteams können sich über 1.000 Euro, bereitgestellt von der Firma Baufritz, sowie einen Besuch am Firmenstandort im Allgäu freuen.

Auch die weiteren Teams präsentierten beeindruckende und zukunftsweisende Konzepte. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Schülerinnen und Schüler für die beeindruckende Arbeit und an die Lehrkräfte für die Unterstützung!  Ein herzliches Dankeschön außerdem an unsere Jury für ihr Engagement, ihre wertvollen Impulse und die intensive Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern.

Unser besonderer Dank gilt der Joachim Herz Stiftung, die den YES! – Young Economic Solutions Wettbewerb fördert, sowie der Firma Baufritz für das Sponsoring des Preisgeldes. Ebenso bedanken wir uns beim Munich Urban Colab für die Gastfreundschaft und die Unterstützung des Regionalfinales.

Außerdem bedanken wir uns bei der VILSA-BRUNNEN Otto Rodekohr GmbH, die in diesem Jahr die Regionalfinale mit Getränken unterstützt und so zum Gelingen der Veranstaltungen beiträgt.

Jury

Arne Dunker

Deutsche KlimaStiftung

Johannes Walcher

UnternehmerTUM

Dr. Laura Kohlrausch

oekom – Gesellschaft für ökologische Kommunikation mit beschränkter Haftung​ 

Niklas Klingel

Gründungsmagnet e. V.

Renate Bleich

Münchener Rück Stiftung

Unterstützer Regionalfinale Süd-Ost

Baufritz